Deichmomente

Deichmomente

Der Podcast aus St. Peter-Ording von der Halbinsel Eiderstedt.

Transkript

Zurück zur Episode

00:00:00: Moin, ich bin Simone und wir sind heute zu Gast im NABU Naturzentrum in Kattinger Watt.

00:00:06: Von hier aus starten wunderschöne Exkursionen und Erlebnisse in das Vogelschutzgebiet, in den Nationalpark und in weitere Schutzgebiete um die Eider herum.

00:00:17: Zehn bis zwölf Millionen Zugvögel im Jahr kreuzen dieses Gebiet.

00:00:21: Diese zu entdecken, kann unglaublich viel Spaß machen!

00:00:24: Das Team von sechs Leuten betreut die ganze Naturschutzarbeit rund um das Kattinger Wat.

00:00:29: mit drei von ihnen spreche ich heute mit Finn, Anno und Maria.

00:00:34: Wir gewinnen einen Einblick in ihre Arbeit und dabei wünsche ich euch viel Spaß beim Zuschauen!

00:00:45: Hallo Finn, Anne und Maria.

00:00:47: Schön, dass wir heute hier sind bei euch in einer Navostation im Kathina-Watt.

00:00:53: Anne ich würde gerne mit dir anfangen zu sprechen.

00:00:58: Erstmal mag ich ein bisschen was für dein Weg

00:01:01: bis hierhin war, den du so gegangen bist, das schöne Stationen abgesehen und das würde mich sehr interessieren wenn wir da kurz drüber sprechen konnten.

00:01:12: Also mein Werdegang sozusagen, ne?

00:01:15: Ich habe Umweltwissenschaften studiert nach dem Abitur an der Universität Lüneburg und meine Diplomabschlussarbeit.

00:01:24: Habe ich damals im Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer geschrieben über eine Vogelart, den afrosibirischen Knut.

00:01:34: Eine Zugvogelart die zweimal im Jahr rast macht in Wattenmäer Und da habe ich damals so Nahrungsuntersuchungen gemacht zu der Art.

00:01:44: Damals war

00:01:45: mein

00:01:46: Mann, hat eine Ausbildung gemacht auf Für und da gab es auch ne kleine Stelle beim Nationalpark Service und die hab' ich dann bekommen, dann waren wir zusammen eben auf Für.

00:01:55: Von dort aus ging die Reise weiter auf die Insel Sylt und da war ich fünf Jahre Nationalparkrangerin für den LKN.

00:02:05: Und dann habe ich mich von da aus aber weg beworben und bin dann zum Michael Otto-Institut gewechselt in Bergenhusen, in der Mitte Schleswig-Holsteins.

00:02:14: Da bin ich so mit dem Themenfeld was ich heute auch bearbeite das erste Mal so richtig im Berührung gekommen.

00:02:20: wir haben dort versucht auf landwirtschaftlichen Flächen Wiesenvögel zu schützen In verschiedensten Programmen und auf verschiedenstem Wegen.

00:02:30: Das hab' ich sechs Jahre lang gemacht ganz neues ausprobieren und habe mich dann für die Trieschenstelle beworben.

00:02:39: Und hab' die auch bekommen, war dann im Jahr zwanzig-und-zwei-tausend-einundzwanzig Trichenwart hin.

00:02:44: Das ist ja die kleine Insel in der Schutzzone eins vom Nationalpark vor Dittmarschen

00:02:48: gelegen.".

00:02:49: Und von dort aus bin ich dann hier im Kartinger Watt gelandet und bin seit Jahrzehnte hier.

00:02:55: Ich habe erst zwei Jahre lang die Schutzgebietbetreuung

00:02:59: gemacht,

00:03:00: das heißt ich hab Brutvögel kartiert und hier das Predationsmanagement mitbegleitet und seit dem Januar zwanzig vierundzwanzig habe ich die Teamleitung in der Station

00:03:10: übernommen.

00:03:14: Zwei Orte stechen so ein bisschen, finde ich hervor.

00:03:16: Einmal ist es ... Berghusen, das Dorf der Störche.

00:03:20: Ich finde es ist immer eine Reise wert in diesen Ort zu fahren und sich das einmal anzusehen auch eine wunderschöne Navostation

00:03:29: die sie haben

00:03:30: und dass die Vogelinzentriechen, die haben wir wahrscheinlich alle noch nicht gesehen.

00:03:36: vielleicht magst du da einfach mal weil da eben auch nur ein Mensch lebt über acht Monate,

00:03:43: sieben Monate.

00:03:44: Magst

00:03:46: du mir

00:03:46: erzählen, wie es so ist auf einer Vogelinsel ganz allein zu sein?

00:03:50: Wie ist das?

00:03:51: Perfekt!

00:03:55: Also ich glaube alle die sich für trischen Bewerben tun das auch ganz bewusst.

00:04:00: Man bewirbt sich nicht aus Versehen für eine solche trischen Stelle und tatsächlich hatte

00:04:08: Respekt

00:04:08: vor der Zeit da draußen.

00:04:10: Man wohnt ja nicht nur die meiste Zeit alleine, gar nicht so die ganze Zeit aber viel Zeit alleine und man wohnt natürlich auch sehr simpel.

00:04:20: also es gibt kein fließend Wasser, es gibt keinen Badezimmer Es gibt im Prinzip zwei Steckdosen und ein Gasherd und einen Ofen womit man heizt.

00:04:31: das fand ich schon herausfordernd aber auch eben spannend.

00:04:36: Leute sagen, ich könnte das nicht weil es wäre mir viel zu einsam.

00:04:40: Das habe ich so aber nicht erlebt.

00:04:41: also Einsamkeit kennt man da draußen nicht weil Man lebt mitten in der Natur.

00:04:47: Ich meine Es gibt für Leute die sich damit beschäftigen nichts schöneres als Ich gehe mit meinem Morgen Kaffee vor die Tür und ich bin sofort mittendrin.

00:04:57: Ich muss nicht wie Zuhause mein Rucksack packen.

00:05:00: dann steige ich ins Auto.

00:05:01: Ach hab' ich den Schlüssel Portemonnaie.

00:05:03: Das gibt's da alles nicht.

00:05:04: Ich hatte keinen Schlüssel, ich hatte kein Portemonnaie und muss nicht erst irgendwo hinfahren um da Natur zu genießen sondern ich tue.

00:05:11: es ist vierundzwanzig sieben rund um die Uhr und selbst wenn man im Bett liegt hört man draußen die Rotschenkeltreller an und die Gänse gurnen und also das ist einfach nur traumhaft.

00:05:25: Ich wollte eigentlich mit einer Einstiegsfrage an euch drei gewonnen haben.

00:05:29: so

00:05:29: ist das oft vielleicht die einfach noch mal quer geschossen, weil wir gerade auch über Vogelstimmen sprechen.

00:05:38: Welches Tier an diesem Ort ist das womit ihr euch am Ende am stärksten identifiziert?

00:05:45: Also welches Tier tut... Ich glaube, wir kennen das alle und dass wir uns mit irgendwas verbinden wollen damit wir eine Identifikation oft mit einem Ort haben.

00:05:57: Ich weiß von deinem Lieblingsvogel, aber vielleicht ist es hier ein ganz anderes Tier in diesem Schutzgebiet wo wir uns gerade befinden.

00:06:05: Hier im Kontext, wobei der auch gar nicht so typisch ist, aber ich habe für mich irgendwie der große Brachvogeln, den finde ich immer ganz cool.

00:06:16: Obwohl er wie gesagt hier das Wiederbootvogels hier auf jeden Fall nicht direkt bei uns hier im Gebiet.

00:06:22: Man sieht die dann aber auf dem Zug immer mal wieder und ich finde das immer cool, weil der immer bei uns zu Hause auf der Wiese nebenan sitzt.

00:06:29: Die trupst dann immer und genau dieses Trellen ist irgendwie ganz charakteristisch wenn man den im Watt hat.

00:06:36: Genau für mich

00:06:37: ist das irgendwie... Kannste ihn nachmachen?

00:06:39: Nee!

00:06:41: Das würde ich jetzt auch nicht versuchen.

00:06:48: Ja, ich glaube es ist wahrscheinlich die Wasserfledermaus.

00:06:51: Es ist mal kein Vogel aber ich habe mich halt über den Winter mit den Fledermäusen hier so ein bisschen beschäftigt und wir machen deswegen auch im Juli und August haben jetzt Fledermaus-Exkursionen gemacht und ich finde die Wasserfedermaus kann man einfach so schön beobachten wie sie bei dem Wasser jagt Und das ist halt irgendwie auch noch mal so was Besonderes.

00:07:14: Kattwartmäßiges, dass halt hier, wo früher Watt war als einfach Fledermalzer rumfliegen und es ist irgendwie so absurd oder irgendwie auch so cool.

00:07:22: Das ist wenigstens mal eine nette Sache vom Wald.

00:07:26: Deswegen finde ich sie sehr cool!

00:07:28: Ich habe die ja früher auch zu Hause gut beobachten können.

00:07:30: deswegen verbindet das irgendwie so beides und das ist irgendwie sehr schön.

00:07:36: irgendwie keine echte Art, wo ich sagen kann meine Lieblingsart.

00:07:41: Aber es gibt natürlich hier fürs Kartingerwart starke Leitarten nicht und wenn wir wissen den geht's gut dann gehts auch vielen anderen gut und eine davon ist zum Beispiel hier gucke ich drauf die Uferschnäpfel, die hier vorne steht.

00:07:55: Wenn wir es schaffen sie in ihrem Bestand zu halten uns zu fördern Dann weiß ich ganz genau dass viele andere davon auch profitieren und das wäre für mich so ne Erhaltungsart für Skatingerbad, wo ich mich freuen würde wenn wir die hier in vielen Jahren auch noch genauso beobachten können.

00:08:11: Welche Bedürfnisse hat sie?

00:08:13: Was können wir tun um sich zu

00:08:15: erhalten?

00:08:16: Also die Ufer-Schnepfe

00:08:18: braucht

00:08:19: feuchte Wiesen, großräumige Offenlandschaften, die sehr blütenreich sind Im Sommer, denn wenn sie ankommt hier zur Brutzeit dann braucht die so schlammige Flächen flache Teiche wo sie mit ihrem langen Schnabel nach Organismen stochern kann.

00:08:36: Nach Nahrung

00:08:37: stocheren kann.

00:08:38: Sie braucht diese offenen Landschaften weil sie als Bodenbrüter und das hat sie mit vielen anderen Bodenbrüttern eben gemeinsam gerne den Überblick hat.

00:08:47: Kann man sich vorstellen ich baue mein Nest am Boden Und dann will ich schon weit vorne sehen, wenn da hinten der Mäusebus hat angeflogen kommt.

00:08:55: Dann will ich den hinten schon entdecken und deswegen braucht sie ganz offene Wiesen in ganz offenen Bereichen.

00:09:02: Je großräumiger desto besser!

00:09:05: Und die blütenreichen Wiesen eben deswegen weil die Küken der Oferschnepfe als Nahrungsstrategie Insekten von der Vegetation abzupicken ist also nicht im Boden zu stochern sondern wirklich von den Pflanzen.

00:09:18: und je blüterreicher Wiesen sind dass du mehr Insekten sind von und desto besser können die Kuten dann auch wachsen.

00:09:26: Und das sind so die Hauptansprüche, die die Uferschnäpfer hat.

00:09:32: Wir sind schon ein bisschen mittendrin.

00:09:35: Viele denken wenn das Wort Kattinger-Watt fällt an den Wald am Ende aber darüber sprechen wir eigentlich gar nicht gerade.

00:09:45: Sondern wir sprechen über einen ganz anderes Gebiet.

00:09:47: vielleicht magst du das noch mal erklären.

00:09:49: was eigentlich das Kattingern war?

00:09:53: Ja, habe ich auch in unserem Vorgespräch schon ja festgestellt.

00:09:56: Im Moment für mich ist das Kartingerwald ganz was anderes als offensichtlich.

00:10:01: für viele andere war mir vorher gar nicht so bewusst.

00:10:07: Genau der Kartinger Wald steht ja so ein bisschen für sich wurde ja auch da angepflanzt.

00:10:13: Und wenn wir über das Kartinger-Watt sprechen, es geht ja im Prinzip um die ganze ehemalige Eidermündung.

00:10:18: Es war alles Wattflächen bei Niedrigwasser – das Kartingawatt!

00:10:23: Wenn wir übers Kartingerwatt sprechen reden wir vielmehr über Wiesen und Wasserflächen, eben die Lebensräume, die Naturschutzgebiete, die wir betreuen.

00:10:33: Also den Wald betreuten wir vom Nabu aus nicht.

00:10:36: Der wird betreut von den Landesforsten Und die umliegenden Naturschutzgebiete, also die Grünen an Flächen, stehen unter unserer Betreuung und wir machen das für das Land Schleswig-Holstein.

00:10:49: Wenn wir darüber sprechen dann haben wir was ganz anderes im Blick.

00:10:53: Über diese Flächen über die ihr sprecht?

00:10:57: Die sind ja im Grunde so wie sie jetzt sind erst

00:10:59: entstanden

00:11:00: nachdem das Eidersperr weggebaut wurde.

00:11:04: Wie hat sich die Vegetation

00:11:05: verändert

00:11:06: seitdem das so ist?

00:11:11: Nach der Eindeichung waren die Flächen ja, also sind die Flächentrocken gefallen.

00:11:16: Das heißt wenn wir in den Wiesen einen Spaten nehmen und ein Loch ausheben dann ist da unten Sand und Muscheln sieht man da nicht?

00:11:27: Also man sieht den ehemaligen Wattboden.

00:11:32: Und die Vegetation im Prinzip hat sich immer weiter entwickelt.

00:11:36: erst war alles ganz salzig Und dann sind da Salzwiesen-Bereiche gewesen, die wir auch zum Teil heute noch haben.

00:11:44: Dann ist es natürlich.

00:11:45: im Laufe der Zeit hat sich Hummus aufgebaut und die Wiesn sind immer weiter ausgesüßt.

00:11:50: Nichtsdestotrotz haben wir in vielen Bereichen immer noch so ganz magere Wiesen dadurch dass der Sand unten drunter ist.

00:11:56: Das ist ganz schön weil das zu einer großen Artenvielfalt führt und sehr blühtenreiche Wiesen hervorbringt.

00:12:04: also eigentlich ist das ein sehr hochwertiger... Lebensraum aus zweiter Hand, der entstanden ist und ja Beherbergt heute wirklich eine Vielzahl an seltenen

00:12:14: Arten.

00:12:15: Ich hatte halt gelesen

00:12:16: da mir im Vorgespräch

00:12:17: auch schon ein bisschen darüber geredet dass bevor das Eidersperr weggebaut wurde war der Übergang ja fließend

00:12:24: zwischen

00:12:25: Süßwasser- und Salzwassergebiet und es gab einen Übergangen.

00:12:29: mit dem entstehendes Eiderspärwerks gab's nen Cut dass das Salzwasser auf der einen Seite und auf einmal das Süßwasser auf der anderen Seite war, dadurch die Vegetation dazwischen massiv abgenommen hat.

00:12:44: Und was ich auch nicht wusste ist, dass halt Wartvögel unterschiedliche salzgehelter Flächen brauchen.

00:12:56: Vielleicht magst du noch mal von zwei Gewinnern erzählen, die eigentlich erst Verlierer waren als das einer Sperr weggebaut wurde und sich jetzt aber ihre Räume zurückerobert

00:13:05: haben?

00:13:07: Du hast recht.

00:13:09: Bei den Lemekolenarten gibt es welche, die haben mehr Salzaffinität als andere.

00:13:14: Also Vogelarten, die auch in den Salzwiesen im Nationalpark brüten.

00:13:18: Dazu gehört zum Beispiel der Austernfischer oder der Rothschenkel.

00:13:22: Das sind auch eher so Küsten-Lemekolen.

00:13:25: Und dann gibt es andere, das sind eher die Wiesen-Limikolen.

00:13:28: Dazu gehört auch die Ufaschnepfe oder der Kibitz und die mögen eher die süsseren Bereiche.

00:13:34: Nach der Eindeichung haben sich natürlich... Die Bedingungen zugunsten der Wiesenvögel verbessert.

00:13:40: nicht, weil die Flächen wurden immer weiter ausgesüßt.

00:13:42: Wir hatten weniger Salzwiesen und deswegen sind Arten wie Austernfischer-Rotschenkel dann tendenziell erst mal weniger geworden.

00:13:50: Und natürlich auch in den großen Salzwiesenvorlandbereichen, die es früher gab.

00:13:56: Da gab es Möwenkolonien, Seeschwalmenkolonien, die sind dann eben weniger geworden und haben die Bereiche da mittlerweile komplett verlassen haben sich aber hier im Kartingerwart und das ist auch super speziell, sich den Eiderdeich und vor allen Dingen das Eidersperrwerk als Ersatzlebensraum ausgesucht.

00:14:15: Und brüten da jetzt in riesigen Kolonien und sind dann woanders hingegangen also da wo es wieder für die besser passt.

00:14:24: Also im Grunde so ein bisschen die erste Attraktion wenn man auf Eider steht

00:14:29: ankommt

00:14:30: und das Eidersperrberg gesucht oder aufsucht.

00:14:36: Wir merken glaube ich immer wieder, dass es immer ein schmaler Grad ist zwischen

00:14:41: Natur

00:14:42: akzeptieren.

00:14:43: Auch wenn's eigentlich ein Menschenlebensraum ist.

00:14:47: Deswegen vielleicht auch da nochmal Die Tiere.

00:14:51: wir können froh sein das die Tiere ihren Platz

00:14:53: auf dem

00:14:53: Eidersperrwerk gefunden haben weil Es vielleicht sonst gar keine Alternative gegeben

00:14:59: hätte Also hier im Kartinger Watt jetzt keine richtige alternative gegeben.

00:15:04: Das Eidersparwerk Genau, ist ein perfekter Brutplatz für diese Arten.

00:15:10: Also es sind ja Lachmöwe, Fluss- und Küstensäschwalbe vornehmlich weil das Eilersperrwerk sehr hoch ist.

00:15:17: Und wenn wir Sommersturmfluten haben was auch Klimawandel bedingt häufiger auftritt in den letzten Jahren Sind die da oben ganz gut sicher nicht?

00:15:26: Auf anderen Koloniestandorten zum Beispiel auf den Halligen kommt's dann zum Sommerland unter und dann ist die Katastrophe da.

00:15:33: Und wir sind total froh, dass auch das Team vom Eidersperrwerk die da vor Ort arbeiten.

00:15:38: Die finden es nämlich manchmal nicht so ganz witzig was ich auch verstehen kann weil es ist geruchstechnisch echt eine Herausforderung im Sommer und wenn man da den ganzen Tag arbeitet ist schon hart!

00:15:49: Und die machen das aber alles total mit und sind sich auch bewusst, dass sie da etwas super Besonderes haben.

00:15:58: Die größte Festlandskolonie von diesen Arten, die wir haben in Schleswig-Holstein und nirgendwo sonst kommt man auch so nah an die Tiere ran.

00:16:06: Es ist ja wie auf Helgoland auf dem Felsen wo man direkt neben dem Bastölpel steht.

00:16:11: So steht man hier direkt neben den Sehspalm und kann da so ins Nest gucken und die Küken beobachten

00:16:17: und

00:16:17: das einfach super schön.

00:16:19: Und auch eine tolle Chance Leuten diese Arten zu zeigen und zu sensibilisieren.

00:16:26: Ja, das ist schon irgendwie eine sehr einzigartige Geschichte und wie gesagt wir sind super froh dass die Mitarbeiter vor Ort da irgendwie echt cool mitmachen.

00:16:36: Und auch immer nach den Vögeln gucken!

00:16:39: Das ist total schön.

00:16:42: Findest du auch, dass die Lachmöwen nochmal... Also die Möwen haben ja oft das Klischee des Frechseins oder des Stibitzens oder was auch immer?

00:16:52: Findest du, dass die Lachmöwen nochmal ein Tuppenfrecher ist?

00:16:55: Also manchmal andere

00:16:56: Möwen.

00:16:57: Also im Huesommerhafen auf jeden Fall!

00:17:01: Da kennen die echt nix.

00:17:03: Also lachmüben kann man wunderbar erkennen.

00:17:05: Die haben einfach einen schwarzen Kopf und der Rest ist gefühlt weiß.

00:17:09: Im Sommer zumindest.

00:17:11: Und im Winter verschwindet dann diese braune Haube und es bleibt nur noch so ein schwarzer Fleck hinter dem

00:17:15: Ohr.

00:17:17: Ich hatte mir auch noch mal notiert... Tatsächlich tausend sechshundert Lachmöwenpaare auf dem Eidersperrwerk und vierhundert Seeschwalbenpaare, die dort brüten.

00:17:26: Also insgesamt Viertausend Vögel, wenn ich gerade richtig gerechnet habe.

00:17:32: Das ist eine ganze Menge!

00:17:34: Hat die jeder schon mal gesehen?

00:17:36: Auf dem Eiersperrwerks?

00:17:37: Nein?

00:17:40: Kommen wir ein bisschen zur Navostation.

00:17:43: Ist sie entstanden hier?

00:17:45: Also, der Nabu hat hier die Gebäude und das Grundstück n.a.

00:17:50: erworben.

00:17:51: Und davor hatte es der Familie Hob gehört und gewohnt in den Sechziger- und Siebzigerjahren Hein Hob.

00:18:00: Hein Hob war Künstler sehr vielfältig also er war gelehrend eigentlich Holzbildhauer auch Lehrer und so hat aber eben ganz viele verschiedene Sachen gemacht Giddichte geschrieben, Lieder geschrieben, Druckgrafiken erstellt.

00:18:19: Aber wofür er vor allen Dingen bekannt wurde war... Er hat viel Landart gemacht und so Prozesskunst also wo Dinge sich verändern und irgendwelche Happenings und hier war immer in Karting-Siehl.

00:18:33: damals gab es ja dann am Anfang

00:18:35: auch

00:18:36: den Deich noch nicht und das war ja hier wirklich abgeschiedenes Terrain.

00:18:43: Da hat er hier ganz, ganz viele Leute zusammen geholt und in dem Nebengebäude wo heute unsere Ausstellung ist war die Galerie.

00:18:51: Und im Hauptgebäuden haben sie eben gewohnt und genau das ist eine ganz spannende Persönlichkeit und wir versuchen jetzt gerade auch für die Zukunft so sein Werk und seinen Wirken ein bisschen noch präsenter zu machen weil Hein-Hob vor allen Dingen in seinen letzten

00:19:10: Jahren

00:19:12: ganz stark die Zerstörung der Natur angeprangert hat, also auch auf eine Art und Weise, die wirklich manchmal ganz schön hart war.

00:19:22: Nichtsdestotrotz sehen wir ihn auch deswegen ein bisschen als Vorbild- und Vorreiter weil er schon sehr früh sich für den Nationalpark ausgesprochen hat zum Beispiel und wirklich den Leuten ganz drastisch vor Augen geführt hat was passiert wenn die Natur mit Industrieartigen auswüchsen, wirklich zerstören.

00:19:49: Das ist total interessant und wir entdecken ihn auch gerade nach wie vor immer noch ein bisschen neu und haben auch sehr nette Kontakte zur Familie, die das auch total schön finden.

00:20:00: Und dieses Jahr starten wir zum ersten Mal mit einer Führung über Heinhoop.

00:20:04: auch und das ist ganz cool!

00:20:08: Als er dann verstorben ist, Mitte der achtziger Jahre war so ein bisschen auch im Nachlass das es irgendwie mit Naturschutz gerne was werden soll hier und so konnte der Nabudas Gebäude erwerben.

00:20:19: Und seit Anfang Mitte der neunziger Jahre gab's den öffentlichen Betrieb mit Gästebesuchern usw.

00:20:27: Das hat sich über die Zeit immer weiterentwickelt mit dem Garten und Veranstaltung bis zu dem, was das heute

00:20:35: eben ist.

00:20:37: Was kann ich hier an der Navostation

00:20:38: entdecken?

00:20:41: Ganz viel, also wenn du acht Jahre bist dann kannst du ja ganz viele Schmetterlinge und Amphibien entdeck'n Kröten, Frösche die hier rumlaufen.

00:20:51: Man kann unglaublich viel spielen an verschiedenen Stationen.

00:20:55: Also es ist super familienfreundlich.

00:20:57: Hier im Garten kann man Picnic machen Die Zeitung lesen einfach die Natur genießen und den Spatzen beim Ein- und Ausfliegen in die Kästen zugucken.

00:21:09: Wir bieten aber auch jeden Tag Naturexkursionen an, also vogelkundliche Führungen.

00:21:14: Wir gehen ins Watt, wir besuchen das Eider Sperrwerk jetzt neuerdings mit Seevogelführung, bieten auch exklusive Führung an, man kann bei uns sich was wünschen und dann gehen wir mit den Leuten gezielt zu den Sachen, zu den Themen raus, die sie spannend finden so die Sachen, die hier im Zentrum man machen kann.

00:21:36: Danke!

00:21:39: Ich habe noch

00:21:43: eine Frage an dich weil du auch aus einer sehr biologischen Sicht auf Dinge schaust was können wir speziell von diesem Ökosystem, das hier existiert lernen?

00:21:56: Für uns mitnehmen?

00:22:00: Also ich glaube was wir Menschen... von der Natur lernen können grundsätzlich.

00:22:05: Also es hat weniger was mit diesem Ökosystem hier zu tun, aber was wir grundsätzlich lernen können oder was uns bewusst werden sollte immer wieder ist wie viel intakte Natur für uns auch tut.

00:22:19: Das finde ich immer wichtig, nicht?

00:22:20: Also wir atmen ein.

00:22:22: Wir atmen aus.

00:22:23: die Luft ist im besten Fall irgendwie frisch.

00:22:25: so das nehmen wir als selbstverständlich hin ist es aber vielleicht gar nicht.

00:22:29: mich und Natur bietet uns gesunde Luft zum Atmen gutes Wasser zum trinken gute Lebensmittel gute Grundlagen Und darüber hinaus auch viel Erholung und Wohlbefinden.

00:22:42: nicht?

00:22:42: also wir wissen dass wenn Menschen sich in der Natur aufhalten die intakt ist dass es auch der mentalen Gesundheit total gut tut.

00:22:52: Und all diese Dinge nehmen wir so hin und mit der Veränderung, die wir aber in der Natur beobachten und die auch viele Gäste beobachen und uns davon erzählen ist das nicht mehr so ganz selbstverständlich.

00:23:09: Viele Leute kommen hierhin und sagen Früher hatte ich so viel

00:23:12: mehr Vögel an meinem

00:23:13: Futterhaus.

00:23:14: Und wo sind sie alle hin, die Meisen und die Spatzen?

00:23:17: Die sind irgendwie weg!

00:23:18: Und bedauern das nicht.

00:23:21: Dieser Verlust

00:23:23: ist

00:23:23: richtig tiefgreifend.

00:23:27: Ich glaube, dass sollte man viel häufiger erzählen.

00:23:32: Dass Natur uns so viele Dinge gibt... ...und wir sehen deswegen als unsere Lebensgrundlage.

00:23:40: so zu schützen haben und ja alles dafür tun sollten, um das zu erhalten.

00:23:46: Denn es geht auch wenn wir unsere Naturschutzarbeit machen, geht es natürlich auch im Arten wie die Ufer-Schnepfe dass die ein gutes Auskommen hat.

00:23:54: aber es geht also um uns denn wenn keine Kiebitze mehr über den Feldern Trellern auf Eider steht dann ist das ganz schön traurig irgendwann nicht?

00:24:04: Es geht auch um Heimat und Zuhause sein.

00:24:08: Ja, wenn ich hier über Eider steht, laufe oder hier einen Spaziergang mache und es ist einfach totend still.

00:24:16: Dann ist das irgendwie nicht so das Richtige.

00:24:20: Und vieles von den Sachen merkt man ja... Oder fallen einem dann auch erst auf, wenn sie weg sind?

00:24:25: Und dann ist häufig schon zu spät um gegenzusteuern.

00:24:30: Ich glaube auch was Anne sagt, einfach das wahrzunehmen und wo's noch intakt ist vielleicht im besten Fall.

00:24:38: Das zu merken.

00:24:40: Welchen Schatz man auch hat?

00:24:42: Mir ging es genau andersrum, als ich hier hochgezogen bin.

00:24:45: Ich kannte keine Kiebitze, weil sie in der Region, in der ich groß geworden bin... Sie wären der Achtziger verschwunden.

00:24:53: Das heißt, ich habe sie gar nicht erlebt und die Hochse kommen uns zum ersten Mal diesen speziellen Vogel wahrzunehmen, der für mich wahnsinnig für Eider steht-steht also der so speziell auch aussieht.

00:25:07: er hat ja einen Ich weiß nicht, wie man es nennt.

00:25:12: Na Haube!

00:25:13: Er fliegt so einzigartig wie kein anderer Vogel finde ich.

00:25:17: Man erkennt seinen Flug auf hunderte Meter Entfernung und nochmal sein Gesang dazu.

00:25:27: Auf so vielen Ebenen ist dieser Vogel so einzigtartig auch sein grünes... Also er glänzt ja ein bisschen schimmern Grün auch Wenn der auch wirklich nicht mehr da wäre, das wären ein Stück Intentität die uns verloren gehen würde.

00:25:45: Auch am Ende des Tages.

00:25:46: Da gebe ich euch völlig

00:25:47: recht weil es eben genau andersherum erlebt habe ihn gar nicht zu kennen und ihn dann als mein

00:25:52: Mitbewohner

00:25:53: so ein bisschen zu beobachten soweit ich raus aufs Feld gehe.

00:25:58: Ich glaube das krass ist was du ihm auch sagtest der Referenz wert also für dich aus der Landschaft kommt wo du's nicht kanntest du kommst hier hoch.

00:26:09: Dann ist das natürlich die eine Seite.

00:26:12: und ich weiß aber von meinen Eltern, meine Opa kommt von hier.

00:26:16: Meine Eltern haben sich hier vor über fünfzig Jahren kennengelernt.

00:26:18: Meine Mutter kommt aus Hamburg aus der Stadt Und sie erzählt immer noch was das hier, wenn Sie jetzt zu Besuch waren für riesige Kibitzschwärme waren.

00:26:26: Ich habe eben auch hier im Gespräch als wir draußen waren mit einer Dame gesprochen, die sagt da auch von früher Was das für bestände Früher waren.

00:26:37: dann ist es heute wirklich Das kleine bisschen, was noch übrig geblieben ist.

00:26:43: Ich habe das neu für eine Führung, die ich gemacht hatte, recherchiert.

00:26:49: Über die letzten vierzig Jahre hat man bei dem Bestandsrückgang von dreiundneunzig Prozent.

00:26:57: Da merkt man einfach wie groß die Bestände früher waren.

00:27:01: und auch wenn heute froh sein kann, was noch da ist oder bei uns im Gebiet sieht man sie auch noch häufiger so.

00:27:09: Aber wie Anna auch schon sagte es gibt Bereiche in der Landschaft, da sieht man vielleicht einzelne aber im Vergleich zu dem was mal war genau ist das dann leider wirklich

00:27:21: sehr wenig.

00:27:24: Und auch was Sie für einen Aufstand machen wenn

00:27:25: der Trecker kommt, älter Schädel!

00:27:29: Da möchte ich nicht bei Ihnen sein.

00:27:32: Trotzdem richtet er gegen den Trecker nichts raus.

00:27:36: Er macht aber mehr Lärm als mancher Deutsch.

00:27:44: Danke, Diana!

00:27:48: Du kümmerst dich hauptverantwortlich um die freiwilligen Arbeit an der Navostation.

00:27:54: ohne die würde auch so ein

00:27:55: Haus gar nicht existieren oder?

00:27:57: Definitiv nicht Und das ist auch ganz spannend, also viele der Stationen an der Westküste hier.

00:28:03: Also es gibt außer uns ja noch Schutzstation Wappenmeer zum Beispiel für einen Jorzand andere Vereine die ähnliche Station betreiben und das ist wirklich so aus der Historie etwas was damals Zivildienstleistende aufgebaut haben zum Beispiel und viele dieser Stationen wird's nicht geben ohne den Freiwilligendienst.

00:28:22: Genau und heute genau man kennt die Diskussion Mindestwohn usw.

00:28:27: Es wäre auch nicht möglich, wenn das alles Angestellte wären, die so was hauptamtlich machen würde sich ein Zentrum nicht selbst tragen.

00:28:41: Das spielt da mit Rhein einfach, dass wir diese Umweltbildungsarbeit nur machen können in so einer Konstellation.

00:28:51: und auf der anderen Seite ist es für die Freiwilligen diesmachen natürlich ein ganz besonderes Jahr eine tolle Chance nach der Schule meistens mal was anderes zu machen.

00:29:00: Und ich habe damals keinen Freiwilligendienst gemacht, aber ich hab auch Landschaftsökologien Naturschutz studiert und ich glaube genau viele von denen die bei uns hier irgendwie freiwilligen Dienst gemacht haben gehen selber in den Bereich, was sich auch zum gewissen Grad bestimmt bedingt dass die Leute die Interesse an der Thematik haben, vielleicht auch eher dazu tendieren dann hier so ein freiwilliges ökologisches Jahr oder ein bundesfreiwilligem Lied zu machen.

00:29:27: Aber ich glaube oder ich kriege es dann über das Jahr reflektiert in Zwischen- und Abschlussgesprächen dass genau die Freiwilligen, die bei uns durchgehen in einem Jahr einfach wahnsinnig prägende Erfahrungen machen und glaube ich vor dem Studium einen Punkt sind wo ich nach dem Vorstudium

00:29:49: war.

00:29:50: Auf die Erfahrung würde ich mit Maria gleich noch gerne ein bisschen eingehen.

00:29:54: Noch mal kurz zurück, kannst du nochmal erklären den Unterschied zwischen freiwilliges ökologisches

00:29:59: Jahr

00:30:00: und bundesfreiwilligen Dienst?

00:30:02: Weil das ist mir gar nicht

00:30:04: so richtig klar gewesen.

00:30:06: Also grundsätzlich Bundesfreiwilligendienst ist ein bisschen das was damals als der Zivildienst abgeschafft wurde daraus entstanden ist ganz generell Der Unterschied ist, dass das Freiwillige Ökologische Jahr ein durch Landesmittel finanziertes Programm wird.

00:30:25: Wer der Bundesfreiwilligendienst ein Bundesprogramm ist und genau es gibt ja wir haben an der Station Beides freiwilliges ökologisches Jahr Bundes freiwilligen Dienst auf Stationsebene versuchen wie die Unterschiede obwohl es Unterschiede gibt so klein wie möglich zu halten.

00:30:42: das ist da nicht irgendwie oder weitestgehend.

00:30:49: Was aber fehlt noch ganz wichtig ist, es gibt außerdem freiwilligen ökologischen Jahr zum Beispiel auch ein freiwilliges soziales Jahr und Bundesfreiwilligendienst zum Beispiel kann man in allen möglichen Branchen machen auch im sozialen Bereich zum Beispiel.

00:31:03: deswegen grenzt man da manchmal auch so das ÖBFD den öklogischem Bundes- freiwillige Dienst bis dann nochmal so ein bisschen dass er quasi im ökологischen Bereich stattfindet.

00:31:15: Genau, ja.

00:31:18: Hier an der Westküste hat sich irgendwann der große Träger für das freiwillige ökologische Jahr in Schleswig-Holstein ist der Koppelspark und da hat sich im Guten quasi das Föhrjahrt-Wattenmeer abgetrennt.

00:31:30: einfach weil das einfach Sinn macht, ne?

00:31:33: Weil die bereiten zum Beispiel auch die Seminare vor und das ist einfach die Stationen an der westküse, die haben einfach von dem was die übers Jahr machen Vogelzielungen, Besucherbetreuung sind die Station relativ ähnlich, dass es einfach Sinn macht das Seminarprogramm dann auch so ein bisschen auf die zugeschnitten zu fahren.

00:31:52: Und dementsprechend gibt's auch Gründe.

00:31:56: oder hast du Seminare im Bundesfreiwilligendienst, die sich primär in ökologischen Bereichen angesehlt sind und Themen da behandeln?

00:32:06: Ich mag noch mal einen kurzen Hinweis reingeben wir sprechen immer von Westküste.

00:32:10: Das ist für Menschen die in Schleswig-Holstein leben Ganz normal, dass wir zwischen West und Ostküste

00:32:17: unterscheiden.

00:32:18: In Dänemark ist es sehr ähnlich.

00:32:22: Für Menschen die weiter südlich wohnen, ist das für den Nordsee.

00:32:27: Und wenn wir von Westküsten sprechen eigentlich immer von der schleswig-holsteinischen Nordseeküste.

00:32:33: Das wollte ich noch mal reingeben weil da sind so Begriffe... Je nachdem, wo man wohnt ist es immer schwer zu differenzieren.

00:32:48: Du kümmerst dich quasi darum dass die Station jedes Jahr viel Freiwilliger hat, die ihren Dienst hier tun?

00:32:58: Wie akquirierst

00:32:59: du dir?

00:33:00: Was müssen wir

00:33:02: mitbringen den Menschen, die hier ein Jahr lang... Genau wie akquirieren wir als Stationen also die bewerben sich bei uns und genau Vielleicht gibt es auch jemanden, der selber Interesse hat.

00:33:14: Also dass diese ganzen Stationen hier an der Westküste die werden wie gesagt vom FIJ Wattenmeer betreut und die findet man im Internet unter www.umweltja.de.

00:33:25: Da kann man sich auch nicht jetzt direkt für eine Station bewerben sondern man bewirbt sich bei dem Träger und kann dann Wunsch eins als Stern quasi angeben.

00:33:36: Das Problem ist aber, dass sich immer super viele Leute gerne natürlich zu den Seehunden auf Friedrichskwupp rollen oder die ganzen Inseln sind super beliebt.

00:33:44: Deswegen können sie dann auch gar nicht garantieren, dass ich alle, die sich für SILT zum Beispiel Bewerben auch genau davor stellen können sondern man kann glaube ich drei Einsatzstellen angeben und kriegt auf jeden Fall die Möglichkeit sich bei zwei Einsatzstellen vorzustellen und eine davon ist eine der Wunsch-Einsatzstellen.

00:34:06: So, so ist das System ungefähr geregelt.

00:34:09: Beim Bundesfreiwilligendienst ist es ein bisschen anders da bewerben sich die Lust haben sowas zu machen direkt bei uns in der Station?

00:34:16: Genau!

00:34:17: Und dann ist das so beim Bundesfrei Willingendienst auch so dass der über das ganze Jahr je nachdem wo man den Macht starten könnte... Bei uns geht das quasi immer alles am ersten August los.

00:34:30: Das ist bei uns sowohl für FJ als auch für BFD der Startpunkt, das heißt alles was hier so an Bewerbung übers Jahr eintrült sammeln wir und machen dann beim FJ das im Februar der Bewerbungsschluss und da gibt es eine Bewerbsphase von ja bis Ostern ganz grob meistens wo die Bewerber quasi die Möglichkeit haben sich in der Station vorzustellen.

00:34:59: Vieles läuft heute auch über Onlinegespräche, wir versuchen immer noch oder legen den Bewerbern nah was

00:35:06: früher

00:35:08: eher die Regel war.

00:35:09: das verändert sich gerade so ein bisschen.

00:35:11: aber wir werden immer noch dafür dass die Leute gerne vorbeikommen sich das hier wirklich in echt angucken einfach mal um zu sehen genau worauf sie sich einlassen würden wenn immer sehr viele bewerber aus dem Süden von Deutschland viel Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg.

00:35:28: Und dann ist das immer so ein Zwiespalt von krasser Anreise.

00:35:35: die Kandidaten sind im Abi Stress meistens.

00:35:40: Und trotzdem eine krasse Bahnfahrt auf sich zu nehmen um für einen Tag wobei zu kommen.

00:35:48: Für uns ist es cool, wie lernen die Bewerber nochmal ganz anders kennen und sie haben auch einfach die Möglichkeit sich wirklich hier mal den Ort der meistens doch dann sehr anders ist.

00:35:56: Sehr ländlich, je nachdem wo die Be Werbe hinherkommen.

00:36:01: Einfach mal anzuschauen und auch mal einen Tag mitzulaufen.

00:36:04: Wie ist der Zentrumsbetrieb?

00:36:06: Wir versuchen immer in dem Zeitraum dann auch zwei Führungen täglich, dass Sie auch die Chance haben, wir Führung zu laufen, die ein bisschen Gäste Kontakt haben wenn's möglich ist mal raus ins Gebiet, also dass man die für einen Tag wirklich auch mitnimmt und den das sein kann.

00:36:19: Dann gibt es immer ein Bewerbungsgespräch.

00:36:22: genau und da versuchen wir dann aus den Bewerbern unser neues Team zusammen zu basteln.

00:36:27: in enger Abstimmung mit uns heißt das immer Altvögel und Küken.

00:36:32: Also Maria ist jetzt quasi einer von den vier Altvögeln vom letzten Jahr und genau ganz enger Abstimmung mit denen jeder hat eine Stimme versuchen wir dann das neue Team zusammenzustellen.

00:36:48: Da hat es ja gefragt nach welchen Kriterien oder was qualifiziert ein und ich würde eigentlich sagen, es hilft wenn man ornithologisches Wissen mitbringt.

00:36:59: aber dass ist überhaupt nicht das was sein muss oder worauf wir in erster Linie gucken sondern wir haben immer im Hinterkopf dass wir einen team zusammenstellen müssen.

00:37:12: Also für uns ist irgendwie die Frage, hält das Team über ein ganzes Jahr?

00:37:17: Und genau und die wichtigsten Kriterien.

00:37:21: Für uns ist eigentlich eine Offenheit oder eine Motivation sich mit vielen neuen Sachen und den Sachen, die für uns relevant sind auseinanderzusetzen weil so ein Ja ist ganz schön fordernd auch.

00:37:35: also ich glaube die Freiwilligen kriegen eine Menge Möglichkeiten hier Erfahrung zu sammeln und auch wirklich in viele verschiedene Bereiche reinzuschnuppern.

00:37:50: Wir sind eine Station, wo ich denke wir laufen habe ich das Gefühl mal so ein bisschen unter dem Radar.

00:37:55: aber was ganz cool ist weil wir auf den zweiten Blick glaube ich sehr interessant sind.

00:38:02: also dass was wir ja eben auch schon kurz gesehen haben als wir ins Gebiet geguckt haben Wir haben ein sehr vielseitiges Gebiet.

00:38:10: Also wir sind zwar direkt am Meer, aber unsere eigentliche Arbeit im Schutzgebiet findet eigentlich hinter der Deichlinie statt.

00:38:21: Es geht ja viel um diesem Vogelschutz.

00:38:23: Trotzdem sind wir direkt am Wasser und machen Wattführung.

00:38:27: Das Gebiet ist super divers auch was ich glaube es gibt wenige Orte an der Westküste genau wo man auf kleinem Raum so viele Arten zum Beispiel hat.

00:38:36: Also auch Leute, die dann irgendwie ornithologisch interessiert sind und einfach neben dem freiwilligen Dienst abends noch Börden gehen wollen.

00:38:43: Haben einfach hier eine... ...Börden!

00:38:48: Genau, haben einfach die Möglichkeit hier viel zu sehen.

00:38:50: Und genau aber wo ich angefangen hatte.

00:38:55: also wie gesagt das ist auch ein forderndes Jahr und für uns ist eigentlich das Entscheidende dass die Bewerber in Lust haben, sich darauf einzulassen und offen sind.

00:39:09: Lust haben viel Neues zu lernen und dass wir das Gefühl haben, dass es als Team dann auch noch funktioniert.

00:39:14: Und entwickelt sich das

00:39:16: Angebot

00:39:16: so einer Station weiter durch immer wieder frischen Wind, der reinkommt?

00:39:20: Total!

00:39:21: Zum Beispiel Maria hatte ja eben schon von der Wasserfliedermaus geschwärmt und hier ist ja so, dass wir in einem sehr saisonal gepriegten Tourismusgebiet liegen, also unser Zentrum hat zum Beispiel auch nur im Sommer offen von Anfang April beziehungsweise Ostern bis Ende Oktober.

00:39:45: Den Zentrumsbetrieb können wir nur stemmen quasi dadurch dass die Freigelingen im Sommer eine sechs Tage Woche haben.

00:39:53: das Gleiche liegt im Winter durch freie Tage aus

00:39:57: und trotzdem

00:39:58: hat man immer noch ein paar Monate mit kurzen Tagen, wo wir die Möglichkeit haben hier ins Schutzgebiet zu gehen und da auch noch in der Natur praktische Arbeit im Naturschutzgebiet machen.

00:40:09: Was viele Stationen aber nicht haben weil sie Nationalpark oder direkt am Nationalpark liegen und im Nationalpark ja Natur-Natur sein lassen ist.

00:40:21: Das heißt bei denen fährt dann auch im Winter gar nicht so viel Arbeit an.

00:40:25: Und um dem ein bisschen zu begegnen Genau, da gibt es die Möglichkeit immer für ein Winterprojekt im Winter.

00:40:31: Das heißt... Die Freiwilligen haben immer die Möglichkeit im Winter so ein eigenes Projekt anzugehen was sie dann über den Winter bearbeiten und Marie hatte zum Beispiel sich vorgenommen hier das Konzept für die Fledermausführung zu überarbeiten.

00:40:47: Und Janne eine von den anderen Freiwilligungen dieses Jahr hat zum Beispiel diese Führung am Sperrwerk, diese Seevögelkolonieführung neu entwickelt.

00:41:00: Insofern, früher zum Beispiel war es auch üblich dass bei uns im Garten gibt's ja so verschiedene Stationen.

00:41:08: Das sind auch häufig Stationen die irgendwelche ehemaligen Freiwilligen entwickelt haben und so ist das auch wir an und ich haben gerade darüber gesprochen.

00:41:19: Es gibt einige Stationen, die kommen dann irgendwann in die Jahre oder man denkt irgendwie Themen, die man heute vielleicht, die sich einfach widmen sollte.

00:41:30: Dass man dann auch so was einfach umgestaltet oder... Zum Beispiel?

00:41:36: Uns ist genau etwas, was hier in der Westküste auch ganz wichtig ist.

00:41:41: als Konzept gibt es ein Konzept das heißt B&E Bildung für nachhaltige Entwicklung und da geht's tatsächlich ja eigentlich ähnliche Diskussion, wie man auch an den Schulen hat Frontalunterricht versucht man irgendwie von weg zu kommen.

00:41:56: Ein Ansatz von dieser Bildung für nachhaltige Entwicklung ist zum Beispiel, dass es nicht mehr um diese reine Wissensvermittlung geht sondern es geht eigentlich darum die Menschen genau oder diesen Aspekt was kann jeder einzelne tun quasi in dem zu begegnen und sowas mit reinzubringen.

00:42:14: Und auch genau die Leute in die Lage zu versetzen mit Herausforderungen der Zukunft umzugehen also sie Und da merken wir immer, dass diese Aspekte bei uns in der Ausstellung ein bisschen zu kurz kommen oder das ist etwas was wir in der Zukunft gerne noch mehr reinbringen würden.

00:42:32: Also einfach nicht nur... also unser Garten ist auch sehr besonders weil er einfach über dreißig Jahre so lange wie das Zentrum jetzt hier vom Narbo betrieben wird quasi einfach gewachsen

00:42:42: ist.

00:42:43: Hier sind ganz viele Vögel im Garten und Ja, viele Insekten hat man noch.

00:42:50: zum Beispiel oder was ich auch immer ganz besonders finde hier der Ort wo wir jetzt gerade sind diese Terrasse.

00:42:55: Das ist halt irgendwie so ein cooler Raum zwischen drin und draußen umrandet.

00:42:58: Ich weiß nicht ob man das hier sieht von einem kleinen Teich, der aber auch wirklich relativ tief ist und ökologisch funktioniert.

00:43:04: also da sind Freuschel drinnen Mäuche.

00:43:07: Da ist es auch mal echt ganz cool.

00:43:09: Habe ich von dran gedacht als Anne sagte als achtjähriges Kind kann ich hier ganz viel machen.

00:43:13: Also da cashern wir auch manchmal mit Kindern oder manchmal machen wir auch Kinderferientage oder hier gab's für eine Kindergruppe Früher, da kann man wirklich ganz viel finden und sowas aber nicht nur zu zeigen.

00:43:23: Und quasi als Beispiel zu zeigen, sondern auch das zu thematisieren.

00:43:29: Als Anreiz vielleicht für Leute den Garten haben und überlegen was kann ich noch Zuhause von denen umsetzen?

00:43:37: Beispiele wie so eine Benny's Hacke also einfach wenn ich beim Baum irgendwie oder Sträucher zurückschneide Ich muss das nicht sofort schreddern oder ich muss es nicht abfahren und zum Recyclinghof bringen, sondern vielleicht mache ich irgendwo im Garten eine Totholz-Ecke.

00:43:52: Einfach ein paar Bereiche, wo man nicht jedes Jahr miet, sondern alle paar Jahre nur... Oder nie!

00:43:59: Oder nie

00:44:00: einfach gucken.

00:44:00: Irgendwann

00:44:01: wächst ja nicht

00:44:02: mehr.

00:44:02: Genau.

00:44:03: Und ich glaube, das sind so Sachen in Zukunft, weil wir merken, dass viele Gäste auch einfach Spaß vom Gärtnern haben.

00:44:13: Das ist ein Thema, das für uns gut funktioniert.

00:44:15: Da würde ich gerne noch mal einsteigen.

00:44:19: Gäste und Spaß am Gärtnern.

00:44:21: Wer erleben im Bereich Urlaub einen Trend der dazu übergeht dass Menschen während ihres Urlaubs gerne freiwillige Arbeit machen möchten um selber zu wachsen und Neues zu entdecken.

00:44:37: Habt ihr auch schonmal drüber?

00:44:39: gesprochen, wie man das aufnehmen kann in so einer Station.

00:44:42: Also wie man mit Menschen Arbeit gibt die nur drei Tage Zeit

00:44:47: haben oder

00:44:48: vielleicht auch nur drei Stunden?

00:44:49: Haben wir darüber gesprochen und haben sogar schon einen Antrag gestellt und haben den auch

00:44:53: schon gewillig

00:44:54: bekommen.

00:44:55: Die sollen alle hier anrufen!

00:44:58: Wir haben tatsächlich gerade ein Projekt es heißt aktive Bildungseinheiten wo es genau darum geht.

00:45:04: Genau das was ich vorhin auch schon erwähnte.

00:45:05: also wir haben ja ein Schutzgebiet

00:45:09: wo das Schutzziel

00:45:11: quasi die Wiesenvögel irgendwie zu unterstützen.

00:45:15: Damit verbunden ist permanent auch Natur zurückzudrängen, sondern also wir haben eher das Problem bei extensiv oder beweiteten Flächen dass immer irgendwo mal Bäume hoch kommen, also wo es dann auch quasi im Winter drum geht.

00:45:31: Was sind nicht irgendwelche aufkommenden Gebüsch, Ecken zurückzuschneiden.

00:45:35: Irgendwelche haben viel wie ein Gewässer frei zu schneiden zum Beispiel.

00:45:39: Genau vor zwei Jahren haben wir mit den Freiwilligen im Witter so ein kleines Pappell-Weltchen hier was direkt an diesem Gelegeschutzzaun lag gefällt weil es einfach eine Ansitzwarte für Greifvögel ist und so weiter.

00:45:49: Ein Gelegenschutzzaum?

00:45:51: Kannst du das nochmal kurz erklären für alle die davon

00:45:54: noch nie gehört haben?

00:45:55: Ich war gerade auch unsicher ob wir's hier eben schon thematisiert hatten oder ob das früher in der Führung war.

00:46:02: genau Wir betreuen ja viele hundert Hektar Land hier, wo es wirklich in der erster Linie um den Wiesenvorgeschutz geht.

00:46:08: Und genau dadurch dass die Bestände quasi so krass zurückgegangen sind was viel mit Predation bei uns zu tun hat also von Fressfeinden Raub-Säuger also Fuchs Marderhund Die zum Beispiel aus dem Wald kommen oder aus den Gebüschenden.

00:46:34: Weil die Bestände quasi so niedrig sind, ist man dazu übergegangen Gelegeschutzzeune zu bauen, die drei Stromlizen haben.

00:46:43: Relativ engmaschiger Zaun wo man versucht diesen Effekt der Predation auszuschließen die Gelege ein vor Raubsäugern und genau.

00:47:02: Es ist auch so eine freiwilligen Arbeit, wenn du mich anrufst und sagst der Zaun ist irgendwo undicht wir müssen mit allem Mann aufs Feld und gucken wo das Loch ist

00:47:12: dann

00:47:13: wäre super man hat einfach so einen Verteiler an Menschen die man anrufen kann die drei Stunden haben.

00:47:18: So einem

00:47:18: Verteilers gibt es auch im Monaten oder letztes Jahr.

00:47:22: Irgendwo noch das Problem, dass wir in Fuchs-Imzaun hatten und da haben wir ganz viele Leute gebraucht um einmal in einer großen Kette einmal quer durchzugehen.

00:47:32: Es ist ein Attreibjahr, dass man versucht den aufzuscheuchen.

00:47:35: Da hatte ich auch mal den Verteiler bemüht, da waren wir dann glaube ich mit vierzig Leuten unterwegs.

00:47:41: Und ansonsten aber... Wir sind schon von diesen aktiven Bildungseinheiten gerade weggekommen.

00:47:45: Das ist etwas genau was wir jetzt, wofür wir Gelder beantragt haben wo wir auch schon erste Sachen durchgeführt haben.

00:47:52: Da ist quasi die Idee, dass man das kombiniert in der kleinen Einheit einmal von uns einen inhaltlichen Input kriegt.

00:47:59: Warum ist das was wir gleich machen wichtig für Naturschutz?

00:48:04: Genau und dann aber in erster Linie also das soll auch gar nicht so viel Zeit einnehmen damit ein paar Laminate, dass wir es draus machen können.

00:48:10: Also wir wollen das nicht hier im Zentrum machen sondern wir sind draußen an der Fläche.

00:48:14: Und dann geht es aber wirklich darum, zwei-drei Stunden irgendwo eine konkrete Aktion ein bisschen Hand anzulegen.

00:48:20: Und genau danach geht's ja hier ins Zentrum für einen Kaffee und ein Tee und vielleicht ein Stück Kuchen da noch irgendwie ein bisschen Zeit zu haben um zu quatschen.

00:48:31: Was machen wir?

00:48:31: Da ist auch die Idee... Wir haben die Erfahrung gemacht dass viele Leute gerade von hier vor Ort, die hier wohnen, wenn sie den Weg zu uns finden entweder Die sagen so was wie, das ist ja super schön hier.

00:48:48: Ich war super lange nicht mehr hier.

00:48:50: Warum war ich so lange nicht hier?

00:48:52: Oder... Ja, Nabokartiger Watt fahren wir immer... Man kommt ja wenn man am Sperrwerk oder von Hamburg Richtung St.

00:49:00: Peter fährt, fährt man hier auch vorbei.

00:49:02: Dass viele Leute wissen dass das Zentrum hier ist.

00:49:03: aber gesagt haben wir irgendwie habe ich noch nie reingeschaut ungefähr.

00:49:07: Aber genau uns geht es wirklich.

00:49:10: Wir haben uns auch gefragt, wie wollen wir eigentlich erreichen.

00:49:12: Und genau uns wir wirklich daran auch gelegen gerade die Leute von vor Ort hier irgendwie anzusprechen und haben auch gemerkt dass das gar nicht so einfach ist an die Filter heran zu kommen weil wir haben ja ein Angebot mit Führung aber meistens finden dann doch eher Urlaubsgäste den Weg zu uns.

00:49:31: Dass wir auch gedacht haben mit diesen aktiven Bildungseinheiten das ist zum Beispiel auch eine Möglichkeit sich zum Beispiel ein Firmen zu wenden mittlerweile gibt es viel so einen Social Day oder wo es einfach auch um so Teambildungen geht, wo genau sowas im Vordergrund steht gemeinsam draußen irgendwas zu machen.

00:49:46: Und das wir gedacht haben wie gesagt wir haben jetzt die Einheiten entwickelt.

00:49:51: da ist zum Beispiel eine Mühlsammelaktion.

00:49:53: dann gibt's verschiedene Sachen bei uns im Gebiet und wo wir das Ziel haben damit gezielt Firmen anzusprechen und zu fragen ob sie nicht vielleicht mal Lust hätten für uns ins Gebiet zu kommen.

00:50:09: Maria,

00:50:13: in diesem ganzen Gebiet sind zehn bis zwölf Millionen Zugvögel unterwegs.

00:50:22: Sind die der Grund warum du hier bist?

00:50:25: Mehr oder weniger.

00:50:29: Vor dem Effekt habe ich mich eigentlich nicht so richtig mit Vögel auseinandergesetzt.

00:50:32: Ich fand sie schon immer ganz cool aber genau... Für mich war der Weg hierherzukommen eher, dass ich nach der Schule noch nicht so richtig wusste was ich machen möchte.

00:50:40: Ich wollte auf keinen Fall irgendwie ein Studium anfangen oder eine Ausbildung anfangen wo ich noch nicht da hinter stehe weil ich noch noch nicht richtig wusse was ich halt machen möchte.

00:50:48: und deswegen war für mich schon irgendwie ganz lang klar das ich halt einen Freiwilligendienst machen möchte.

00:50:52: Und ja dann ist mir relativ spät eingefallen es ist sowas wie ein Öffel J gibt also einen ökologischen freiwilligen Dienst Und da fand ich halt einfach mega cool, dass man halt ganz viel Neues lernt.

00:51:02: Also zum Beispiel Atemkenntnis.

00:51:04: Das wollte ich halt irgendwie auch mal aufrischen, weil es ist irgendwie echt ganz schön krass, dass soviel um einen herum lebt und das man gar nicht so weiß... Ich wollte es halt einfach bewusst wahrnehmen!

00:51:17: Und dann wollte ich vor allem die ganze Arbeit im Naturschutz kennenlernen, weil ich die noch nicht so greifbar fand am Anfang.

00:51:24: Konnte mir mich noch nicht richtig darunter vorstellen was man da so macht.

00:51:29: Aber sowas wie Themen wie Umweltschutz und Artenschutz haben mich schon immer interessiert.

00:51:34: Deswegen wollte ich gerne so was in die Richtung machen, dann habe ich mich für ein Affeyort beworben.

00:51:40: Was heißt für dich Naturschutzarbeit

00:51:42: nach einem Jahr?

00:51:45: Es ist natürlich schwierig!

00:51:46: Es gibt ja verschiedene Naturschutzkonzepte.

00:51:50: Ich glaube hier haben wir vor allem Artenschutzarbeit.

00:51:59: Der NABU hat ja auch verschiedene Schutzkonzepte, um vor allem die Wiesenbrüter zu fördern.

00:52:03: Das heißt wir konzentrieren unsere Arbeit ja hauptsächlich da drum.

00:52:06: Also zum Beispiel im Winter bei der Gebieterbeit gehen wir raus und nehmen z.B.

00:52:12: Weidenauftriebe weg damit in dem nächsten Jahr in der Brustsaison die Vögel dort brüten können.

00:52:19: Die brauchen flache Vegetation und so.

00:52:22: Das ist für mich irgendwie Artenschutz.

00:52:25: also ich kann das nicht ganz... beschreiben irgendwie noch.

00:52:28: Das ist schon ein großes Thema und was auch spannend ist, dass halt so ganz viele Schutzkonzepte im Bereich der Natur- und Umwelt unter einen Hut gesteckt werden.

00:52:39: Und für mich sind die jetzt alle so bisschen differenzierter.

00:52:43: Für mich war früher alles einfach Umweltschutz aber umweltschutz bezieht sich zum Beispiel mehr

00:52:49: auf

00:52:51: darum, dass man Emissionen niedriger macht und Artenschutz geht es halt mehr darum, dass wir jetzt also so Atem schützen.

00:53:01: Und genau das zu erhalten was noch da ist und irgendwie etwas ganz anderes kann auch ein Konflikt zueinander stehen.

00:53:09: Ein Beispiel Windkrafträder und Zugvögel zum Beispiel.

00:53:12: Das ist leider dann doch ein Problem.

00:53:15: Für mich ist glaube ich generell Naturschutz diese ganzen Sachen unter einen Hut zu bringen.

00:53:20: Das finde ich sehr spannend!

00:53:23: Warum hast du dich für diesen Ort hier entschieden?

00:53:26: Ja, irgendwie ist das Cutting Road sehr hängen geblieben bei mir.

00:53:31: Also ich habe mir auch sehr lange alle möglichen Stationen geguckt natürlich auch die Inseln und natürlich auch so sehr lange die Seehundstation.

00:53:38: Ich wollte

00:53:39: mich auch gerne in den Seehunden kuscheln Aber irgendwie ist es dann doch hier total hängengeblieben Und dann hab' ich mich halt auch hier beworben weil also Von alleine vom Aufgabenprofil fand ich es sehr abwechslungsreich.

00:53:55: Allein durch die verschiedenen Saisons, wenn das Zentrum aufhat hat man andere Aufgaben als im Winter und da habe ich gedacht dass ich am meisten kennenlerne über Artenschutz- und Artenkenntnis und so was.

00:54:09: Ich hab einfach das Gefühl gehabt dass ich der am meisten Überblick bekomme und es hat sich eigentlich auch bewahrheitet finde ich.

00:54:16: Und dann, was auch noch ausschlaggebend für mich war der Bewerbungstag.

00:54:20: Also ich bin persönlich hier hochgefahren und habe so einen Tag lang mitgelaufen.

00:54:25: Ich fand es einfach eine super nette Atmosphäre hier ist.

00:54:27: Ich hab mich direkt sehr willkommen gefühlt.

00:54:30: Was ich auch mega cool fand an der Ausstellung ist irgendwie das alles selbst gemacht

00:54:34: noch

00:54:35: ganz viele Stationen.

00:54:37: Habt ihr vielleicht auch schon gesehen?

00:54:38: Alle Geschilder sind halt so selbst gemalt und das ist individuell kreativ.

00:54:43: Da hatte ich das Gefühl... Diese naturkundlichen Sachen und so Kreativität, dass ihr das verbunden wird.

00:54:49: Das fand ich irgendwie super schön!

00:54:51: Und dann habe ich auch noch eine kleine Einführung, wo es Gebiet bekommt von meinem Altvorgel.

00:54:55: Immer war ich einfach auch super spannend wie dieses Gebiet entstanden ist und dass man da verschiedene Konflikte miteinander hatte also mit den ganzen verschiedenen Zielen hier in dem Gebiet.

00:55:07: Das finde ich einfach sehr spannend und wollte mich mehr auseinandersetzen.

00:55:13: Gerade das, was du sagst, diese Bildungsarbeit aber auch verknüpft mit Kreativität.

00:55:23: Das ist

00:55:23: einer der wenigen Stationen die ich bisher gesehen habe und egal welcher Träger es ist, die einfach so viel Kreativity in ihr Setting mit reinbringen.

00:55:34: In der Bildungsarbeit darf sich auch widerspiegeln, die ihr dann ja am Gast

00:55:42: macht.".

00:55:43: Und man kann auch drin ja im Haus selber einige Stationen machen.

00:55:50: Überall liegen nochmal Stifte und man darf auch noch mal selber kreativ werden, wenn man das eben möchte.

00:55:57: Das

00:55:58: ist mir auf

00:55:59: jeden Fall sehr stark aufgefallen.

00:56:00: und dass ihr eigentlich immer, wenn ihr gerade Pause macht... Wenn man euch beobachtet beim Pause-Machen, euch freiwilligen dann schreibt ihr, ihr malt,

00:56:11: gedichtet.

00:56:15: Also ich finde das spannend einfach zu sehen.

00:56:19: Hast du das auch so wahrgenommen das Jahr über?

00:56:21: Dass du kreativ auch viel mit dir sein

00:56:25: konntest?

00:56:25: Ja auf jeden Fall!

00:56:27: Also einmal halt zum Beispiel durch das Winterprojekt.

00:56:29: da konnte ich ja irgendwie so eine Führung irgendwie planen und generell Die ganzen Vorgänger und auch so das Team oder die Nachfolger jetzt sind irgendwie alle so kreativ.

00:56:40: Man ist ständig im Austausch mit motivierten Leuten, und ja... Das färbt schon auf einer... Also es ist richtig cool!

00:56:49: Dein Projekt im Winter?

00:56:51: Da würde ich gerne nochmal kurz einsteigen.

00:56:54: Man hat ja in der Schule auch manchmal Projektarbeit.

00:56:58: was war für dich der Unterschied zwischen so einem Projekt und so ein Projekt in der Schule?

00:57:02: also wie hat sich das für dich Differenziert.

00:57:06: Ja, also was ich spannend fand war das halt... Ich habe im Winter für etwas gearbeitet.

00:57:13: Also ich hab dieses Projekt erstellt und dann ist die Phase wo ich daran gearbeitet hab, die war dann abgeschlossen.

00:57:20: aber der Schulist ist ja so dass man direkt dann irgendwie für irgendwas abgefragt ist und dann liefert man halt sein Ergebnis ab und dann es fertig.

00:57:26: Aber dann habe ich nicht nur den Winter dran gearbeitet sondern auch noch im Sommer diese Führung ausgeführt Und das fand ich irgendwie richtig cool.

00:57:36: Dass es nicht nur so eine einmalige Sache war, sag' ich

00:57:39: mal

00:57:40: und dass sich da... dass ich das quasi nicht nur für mich gemacht habe und irgendwas zu erreichen sondern auch irgendwie verandere, dass ich da halt anderen was mitgeben konnte und hoffentlich auch irgendwie ne schöne Erinnerung in einem Urlaub oder so geben konnte und noch ein bisschen Einblick über die Fledermäuse hier geben konnte.

00:57:59: Ja, das fand eigentlich sehr cool!

00:58:01: Und das auch generell nicht so.

00:58:02: ein Druck war dahinter, dass es dann und dann fertig sein muss.

00:58:05: Also klar wenn die Führung startet, da solltest du schon fertig sein, soll dich schon informiert sein und so... Aber ja, das war eigentlich relativ entspannt und genau das war echt sehr

00:58:13: cool.

00:58:14: Kreativität braucht halt oft auch einen langen Prozess also der ist am Anfang finde ich immer langsamer als irgendwann, wenn man weiter drin ist.

00:58:25: Was hat das Jahr mit dir gemacht?

00:58:30: Ich glaube, das werde ich wahrscheinlich erst so richtig merken, wenn es dann vorbei ist.

00:58:33: Aber ich habe so ganz grundlegend irgendwie das Gefühl, dass ich halt sehr viele bei mich gelernt hab natürlich und auch ein bisschen selbstbewusster geworden bin in einigen Dingen.

00:58:42: Also ich habe mir ja auch so ein bisschen als Challenge vorgenommen weil zum Beispiel vor großen Menschengruppen sprechen, das habe ich mir vor zwei Jahren oder so konnte ich mir doch gar nichts zutrauen.

00:58:50: Das habe ich so gehasst in der Schule und so.

00:58:53: Das wollte man halt auch irgendwie besser sein da drin.

00:58:56: deswegen habe ich mir auch so eine Station rausgesucht, wo man halt auch viel mit ganz vielen Menschen unterwegs ist und so.

00:59:02: Das finde ich cool dann auch generell irgendwie so ein bisschen die Erkenntnis dass man sich auch in so ganz neuen Situationen auch irgendwann wohl fühlt und auch halt anpassen kann sag' ich mal.

00:59:12: also ich denke da jetzt gerade wo wir wieder am Einfungsmodus sind oder an meinen Einfungsmodus letztes Jahr zurück und das war irgendwie so krass in den ersten paar Tagen diese Erkenntnisse dass man hier einfach Niemanden kennt und alles was man kennt ist so fünfhundert Kilometer weit weg, also ich komme ursprünglich aus Hessen.

00:59:27: Und jetzt ist das so ein Jahr später, ein Jahr ist ja keine Zeit irgendwie... ...und es fühlt sich halt komplett anders an als wie so ein richtiges zweites Hause geworden.

00:59:38: Das ging auch schon richtig schnell!

00:59:40: Und das ist immer noch eine sehr coole Erkenntnis dass Sachen die am Anfang ganz groß und gruselig wirken, dass sie gar nicht so schlimm sind und irgendwann richtig cool sind und Spaß machen.

00:59:50: Und ja generell habe ich auch das Gefühl, dass hier man ja auch viel lernt Initiative zu ergreifen.

00:59:56: Weil man halt wirklich irgendwie merkt wenn ich jetzt irgendwie so ein Projekt mache und das Ausführe dann entsteht das halt weil ich es gemacht hab irgendwie.

01:00:04: In der Schule hat man halt einfach diese Projekte um eine Note zu erhalten aber die haben irgendwie keinen langfristigen Wert.

01:00:12: Wenn man jetzt hier irgendwie eine Führung oder so plant und die ausfüllt dann hat man wirklich irgendwas... was man halt richtig selbst gemacht hat, also ich weiß nicht wie er es beschreiben soll.

01:00:21: Aber ja ist einfach so selbstwirksam irgendwie.

01:00:23: das ist richtig cool und generell habe ich mir das Gefühl dass das ja auch ein Kick-off für viele coole Sachen in meinem Leben.

01:00:34: Also ganz viele Sachen werden auf diesem Jahr aufbauen, hab ich jetzt schon.

01:00:37: Es hat mich jetzt auch schon ganz gut in den nächsten Lebensabschnitt zum Studium eingeleitet.

01:00:41: Geografie möchte nachstudieren und davor hatte ich vor dem Jahr noch nicht den Plan dass ich das vielleicht mal machen möchte, deswegen.

01:00:51: So ein bisschen die Sinnsuche in Erfüllung

01:00:53: gegangen?

01:00:53: Ja ja schon so ein bisschen.

01:00:56: Vor schön!

01:01:02: Ich weiß nicht wie ländlich du in Hessen gelebt hast... Wie war es für dich auf Eidersted zu leben?

01:01:11: Also Eider steht doch noch deutlich ländlicher als Zuhause wobei ich jetzt auch nicht irgendwie in der Nähe von einer Großstadt gelebt habe.

01:01:18: also ich komme auch aus einem kleinen Stadt in der Nähe von Gießen, falls euch das was sagt.

01:01:23: Das ist nördlich von Frankfurt.

01:01:25: Ich komme dann noch mal ein Stückchen weiter aus Grünberg.

01:01:27: Ist auch eine relativ kleine Stadt aber deutlich besser angebunden.

01:01:30: und doch nochmal ne etwas höhere Populationsdichte Und noch ein bisschen mehr Angebote auch so irgendwo hinzugehen mit Freunden.

01:01:41: Aber ja ich fand es eigentlich gar nicht schlimm hier weil man war nie alleine.

01:01:46: also ich lebe ja auch hier mit noch drei weiteren Freiwilligen navigiert zusammen.

01:01:49: wir verstehen uns gut Und man kann einem eigentlich auch gar nicht langweilig werden.

01:01:54: und vor allem wenn man hier dann noch so ganz viel über die Natur lernt, sag ich auch ein neues Hobby dazu gewonnen.

01:02:00: Halt auch Birden also Vögel beobachten!

01:02:02: Das kann ich halt besser als bei mir zu Hause, weil es ja einfach mehr Vöge gibt.

01:02:06: Ich fand's einfach generell spannend, weil's irgendwie so einen Kontrast ist von zuhause und das wollte ich halt auch mal erleben, was ganz anderes Deswegen hat mich sehr gut gefallen.

01:02:18: Findest du, Haubentaucher-Babys auch so süß wie ich?

01:02:22: Ja.

01:02:25: Das war auf jeden Fall eines meiner ersten Erlebnisse im Kattinger Watt als ich zum ersten Mal in den Vogel Beobachtungshütten war direkt wirklich dem Nachwuchs von Haubentauern zu sehen die ja quasi auf ihren Eltern sitzen oder nur auf ihrer Mutter.

01:02:42: Ich bin mir unsicher aber und die so einfach gestreift aussehen also wie kleine Punks

01:02:49: Die,

01:02:50: die so mitschwimmen.

01:02:52: Also wer hauptschaucher Babys noch nie gesehen hat, dem empfehle ich auf jeden Fall im Frühjahr ins Kattinga-Wad zu gehen und da einfach mal aus den Hütten rauszuschauen.

01:03:01: Und die sind ja so nah auch an den Hütten.

01:03:02: man braucht kein Fernglas oder ein Objektiv sondern sie schwimmen ja einfach vor einem entlang.

01:03:08: und das ist ja auch zum Beispiel eine Vogelart denke ich glaube ich die sehr schützenswert sein sollte, weiß sie auch nicht mehr so oft gibt.

01:03:20: Auf jeden Fall!

01:03:22: Und hier hat sie ihr Paradies auf jeden Fall

01:03:25: gefunden.

01:03:26: Was mir gerade noch eingefallen ist, ihr setzt jetzt Ziegen ein im Vogelschutzgebiet?

01:03:35: Mögt es kurz

01:03:35: erklären warum?

01:03:37: Wir haben die Ziegen in diesem Jahr Probeweise

01:03:40: bei uns

01:03:41: weil Eine Fläche, gleich hier hinterm Zentrum ist sehr stark mit Weiden zugewachsen und die sind alle hoch gewachsen.

01:03:52: Und die regulären Weidetiere also rinnen da verbeißen das nicht genug, als dass die Weiden wieder verschwinden.

01:03:59: und wir wollen aber natürlich kein weiten Wäldchen hier entwickeln sondern Grünland.

01:04:04: Und die Ziegen kommen auch hier von Eiderstedt und sind jetzt testweise bei uns auf den Flächen um eben zu schauen ist es vielleicht eine Tierart, die die Weide so stark vorbei ist, dass sie dann wieder zurückgedrängt werden können?

01:04:20: Das ist genau in diesem Jahr und wir sind da im Austausch mit dem Landesamt für Umwelt, ob das vielleicht auch weitergehen kann.

01:04:27: Das ist noch nicht ganz klar aber wir sind eigentlich bis jetzt mit dem Ergebnis

01:04:33: der

01:04:34: Ziegen ganz zufrieden.

01:04:35: Sieht wirklich gut aus.

01:04:36: In St.

01:04:37: Peter Ording, in den Innendünen sind sie ja auch...

01:04:40: Aus demselben Grund?

01:04:42: Genau!

01:04:43: Ist auch immer schön wenn man quasi durch eine Landschaft geht und man sieht auf einmal ganz andere Tiere weil sie da jetzt fürs Ökosystem

01:04:50: Arbeit.

01:04:51: Genau, sie sind im Prinzip Landschaftspfleger.

01:04:53: dann

01:04:54: für

01:04:54: uns.

01:04:56: Darf ich noch was zum Freiwilligendienst ergänzen?

01:04:59: Sehr gerne und dann

01:05:00: gebe ich nochmal Maria.

01:05:01: Ja

01:05:02: also

01:05:02: was ich nämlich total schön finde bei uns durch diese ganzen Winterprojekte die Sie erstellen hinterlassen alle freiwilligen Und nicht nur durch die Winterprojekte, sondern auch durch ihr Wirken hier in dem Team hinterlassen alle so ein bisschen ihre Spuren.

01:05:21: In verschiedenster Form und das ist einfach total schön für uns weil sich dadurch immer alles verändert und für dieses auch schön wenn sie zurück kommen zu sehen ah da steht

01:05:31: noch mein

01:05:32: Laminat oder da steht doch das was ich gebaut habe oder so und manchmal gehen Sachen natürlich auch kaputt wenn Sie draußen sind für unsere Arbeit

01:05:44: und ich

01:05:44: denke, das spreche ich für dich auch mit.

01:05:47: Total schön finde es durch die Arbeit mit den freiwilligen Dienstleistenden kommt immer ein neuer Drive rein.

01:05:54: also jedes Jahr kommen neue Leute mit ihren Wünschen, mit ihrem Visionen.

01:05:59: Ich möchte was tun im Gepäck Und für mich ist das auch immer so'n kleiner Kickmoment dann immer wieder mich selbst auch wieder zu motivieren.

01:06:11: Genau, schwingt so in beide Richtungen glaube ich ganz schön.

01:06:14: Ich habe

01:06:17: eine

01:06:19: letzte Frage an dich Maria.

01:06:20: Was war

01:06:21: dein persönliches

01:06:22: Highlight im letzten Jahr?

01:06:26: Also generell eine Einzelsache... kann ich glaube nicht finden, aber am coolsten fand ich so generell den Herbst und Winter als auch das Zentrum dann zu hatte.

01:06:37: Da haben wir einfach sehr viel Zeit als WG miteinander verbracht und uns irgendwie noch mal ein bisschen tiefer kennengelernt irgendwie und es war cool weil wir alle sehr unterschiedlich sind und es hat trotzdem eine schöne Zeit miteinander verbracht.

01:06:50: und ansonsten ist halt auch immer cool an einem Ort zu sein der sonst Ja, also mehr zum Beispiel kenne ich halt nur so vom Urlaub.

01:07:00: Was ja auch schon mal etwas ist.

01:07:02: aber da bin ich halt immer nur im Sommer gewesen.

01:07:04: und dann mal in einem Gebiet zu sein was die meisten halt nur aus dem Urlaub im Sommer kennen lernen das es an einem ganzen Jahresverlauf zu sehen fand ich richtig cool und dann vor allem dann halt auch im Herbst und Winter.

01:07:15: Also da hat man sich dann auch irgendwie so richtig angekommen gefühlt irgendwie Und das war noch was ganz besonderes dann halt zu sehen wie sie Tierwelt verändert hat und ganz andere Vogelarten im Winter unterwegs waren oder teilweise gar nicht, weil es so kalt war.

01:07:31: Und dass sie dann wiedergekommen sind und andere Vogeln hatten auch wieder.

01:07:34: Also das war generell das allercoolste Hautnah in dieser Entwicklung in einem Jahr dabei zu sein und das richtig zu spülen.

01:07:46: Es hatte ich ja an der Schule auch nicht so richtig.

01:07:47: da saß ich im Winter auch zehn Stunden hinter Schule und wollte nach Hause, weil es wieder dunkel war.

01:07:55: Da habe ich das auch nicht so krass mitbekommen.

01:07:56: Irgendwie ist mir aufgefallen.

01:07:58: Und hier hat man ja ganz viel Arbeit draußen.

01:08:01: Selbst wenn's kalt ist ... Irgendwann ist man ständig draußen und merkt was alles.

01:08:05: Das war, glaube ich, das Coolste.

01:08:07: Es ist das Highlight, dass ich mit viel draußen sein möchte.

01:08:13: Das heißt du wirst dein Professor sagen, dass du gerne die ... Vorlesung draußen

01:08:17: herrscht.

01:08:18: Ja, genau!

01:08:19: Ich bin super.

01:08:20: Weil das tut irgendwie mega gut.

01:08:22: und ja...

01:08:23: Wir sollten alle mehr draussen sein.

01:08:28: Vielen vielen Dank.

01:08:29: Ich habe noch ein Glas mitgebracht.

01:08:33: Mit ein paar Begriffen drin.

01:08:34: Ich freue mich, wenn jeder einen sieht und einfach sagt was er dazu denkt oder fühlt.

01:08:56: Soll ich anfangen?

01:08:56: Da musst du nicht mehr.

01:08:58: Also, ich hab die Seebrücke.

01:09:00: Die ist natürlich für mich mit St Peter Orting krass

01:09:04: verknüpft

01:09:05: und ich finde ganz spannend... Ich habe irgendwann mal von einer Freundin, die aus St Peter kommt, alte Bilder gesehen, dass hier wirklich er heute nimmt an sie war irgendwie und denkt es ist vielleicht so eine Art Promenade aber früher hatte der den Zweck das ein krasses April durch den man nicht durchgekommen ist und einfach von St Peter zum Strand zu kommen.

01:09:26: Ich finde es total schön, wenn man zum Strand will diesen Weg... Man muss das wollen.

01:09:36: Beziehungsweise ich habe es auch noch nie gemacht, dass ich am Strand geparkt hab.

01:09:40: Das merke ich immer zu teuer.

01:09:44: Ich laufe dann zum Strand und ich find's ganz cool, dass man es machen muss.

01:09:49: Dass man nicht einfach nur sofort am Strand ist.

01:09:54: Genau, ökologisch finde ich es auch einfach cool dadurch die sehr viel anderes quasi über die Salzwiese zu gehen und diesen Blick runterzuhaben.

01:10:03: Und so das ist ja auch irgendwas was man nicht immer die Möglichkeit hat und genau positiv besetzt bei mir.

01:10:13: Ich habe den Begriff Halbinsel Eider steht und dazu fällt mir spontan ein dass sich finde Nordseeküste Schleswig-Holstein.

01:10:27: Die Halbinsel Eiderstedt im Vergleich zu anderen Ecken noch eine wahnsinnig schöne, urige Landschaft hat.

01:10:35: und damit verbinde ich vor allen Dingen

01:10:38: auch

01:10:38: die historischen Häuser – die Haubagel aber auch die Klanzen, kleinen Häuschen und Karten an den alten Deichen.

01:10:47: das ist das was sich wirklich mit Eiderstädt verbindet zusätzlich dazu ganz eng verknüpft, auch ganz

01:10:55: viel

01:10:56: kunstschaffende, kulturschaffende die hier vor Ort sind.

01:11:01: und ja das ist das was ich mit halb Insel Eider steht als allererstes

01:11:07: Verbinde.

01:11:10: Mein Begriff ist Kitesurfen und da fallen mir zwei Sachen ein und zwar einmal haben wir am Anfang des Jahres To-Do Liste geschrieben, was wir so als WG zusammen machen wollten.

01:11:24: Und das steht auch kitesurfend drauf.

01:11:26: Es ist das Jahr fast vorbei und wir haben es leider nicht geschafft aber das ist okay weil das steht für mich irgendwie so für die ganzen Pläne die man hier halt so hat nicht alles planen kann, weil es ja auch so unfassbar voll ist.

01:11:38: Aber das ist auch komplett okay, dass man ein paar Sachen nicht geschafft hat, weil einfach andere Sachen dafür so schön waren.

01:11:42: oder auch wenn man in keine Ahnung einen Abend lang hier zusammen gesessen und lange Abend gegessen hat irgendwie und dann noch lange schnackt, dann ist es mindestens genauso schön gewesen wie als wenn wir jetzt irgendwie Kitesurfen gewesen wären.

01:11:53: Und das kann man doch irgendwie immer machen.

01:11:56: also von daher ist das nicht so schlimm.

01:12:01: Was mir auch noch eingefallen ist Was Kai Zerfen im Kartinger Watt haben wir auch heute Morgen tatsächlich geredet.

01:12:08: Es ging so ein bisschen darum, wie die Flächen unterschiedlich genutzt worden sind bevor sie Naturschutzgebiete geworden sind oder wie sich die Naturschutzregelung hier verschärft haben.

01:12:16: und dann ist halt immer der Konflikt zwischen Naturschuss- und Naturschlussflächen

01:12:23: vs.,

01:12:24: wie die Einheimischen das früher genutzen haben und dass sie da auch eingeschränkt sind Also der Zuschützer und Einheimische nicht so in Gespräch sind, sag ich mal.

01:12:39: Und nicht wissen warum gewisse Flächen für sie nicht mehr nutzbar sind.

01:12:44: Dass man da schon immer irgendwie im Gespräch bleiben sollte.

01:12:48: Darüber

01:12:48: hatten wir heute Morgen auch geredet.

01:12:50: Ja das ist mir einfach noch zu dazu eingefallen!

01:12:54: Vielen Dank!

01:12:55: Danke!

01:12:56: Wir sind

01:12:59: durch.

01:13:00: Vielen Dank, dass

01:13:06: wir heute hier sein durften!

01:13:12: Vielen Dank fürs Leise zuhören und aufmerksam sein.

01:13:17: Danke!

Über diesen Podcast

Im neu aufgelegten Podcast „Deichmomente – Wo Geschichten aus dem hohen Norden Gesichter bekommen“ spricht Simone mit Menschen, die an der Nordsee ihr Zuhause gefunden haben. Sie erzählen von Sehnsüchten, vom zukunftsbewussten Leben – und davon, warum sie genau hier, zwischen Ebbe und Flut, ihr persönliches Glück gefunden haben.

Komm mit nach St. Peter-Ording auf die Halbinsel Eiderstedt – wo das Meer kommt und geht und zwischendurch ein Watt freilegt.
 
Hier lohnt es sich, Urlaub zu machen:
www.st-peter-ording.de
 
Mehr Infos zum Podcast:
www.st-peter-ording.de/deichmomente

von und mit Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording

Abonnieren

Follow us